Geschichte der Henseschen Apotheke

1824
Großherzog Ludwig von Baden gestattet dem »Hofapotheker« Joh. Chr. Schmidt die »Einrichtung einer Handapotheke« in Badenweiler, getrennt von seinem Geschäft als »Bleizuckerfabrikant und Spezereiwarenhändler« (Waldweg 2, heute Pension Eberhardt-Burghardt).

1826
Umzug in das neu erbaute Haus Kaiserstraße 1 (ehemals Kur-Drogerie).

1833
Erteilung einer Personalkonzession für die »Handapotheke«, die Notarzneimittel als Fertigpräparate abgeben darf. Ein Realrecht auf das Haus wird abgelehnt.

1838
Joh. Chr. Schmidt stirbt. Seine Frau darf – mit einem approbierten Apotheker – das Geschäft weiterführen.

1843
Carl Christian Steinhofer aus Menzingen bei Bretten übernimmt die Apotheke und bekommt die Personalkonzession zugesprochen.

1851
Steinhofer erhält das Realrecht auf das (1843/46) neu erbaute Haus Kaiserstraße 2. Nur einmal nennt er sich »Hofapotheker«.

1871
Adolf Steinhofer übernimmt die Apotheke von seinem Vater.

1902
Apotheker Jauch kauft die »Großherzogl. priv. Apotheke« für 40000 Mark einschließlich des Realrechtes. Auch er nennt sich »Hofapotheker«.

1906
Das Großherzogliche Innenministerium spricht die Titel »Hofapotheke« und »Hofapotheker« sowie die Berechtigung zur Führung des großherzoglichen Wappens ab.

1907
Jauch ist der Ansicht, dass ihm die Entziehung der Titel und der Wappenführung »finanziell und moralisch großer Schaden verursacht hat«, und verkauft die Apotheke an Anton Hense aus Marburg/Westfalen. Das Geschäft wird nun als »Hense’sche Apotheke« weitergeführt.
Im Besitz dieser Familie bleibt die Apotheke – zunächst unter dem Sohn Günther Hense, dann unter seinem Bruder Karl Hense und dessen Ehefrau Cäcilie Hense – bis 1986.

1986
Die Apothekerin Margarete Mainka-Ruprecht aus Mauchen erwirbt die Apotheke und führt sie als »Hensesche Apotheke« weiter.

1996
Umzug in die Luisenstraße 2. Die »Hensesche Apotheke« liegt jetzt wieder in der Nähe des Gründungshauses.